The Build Lamp: Lavalampe meets Ethernet meets Jenkins

Inzwischen habe ich nun endlich mal ein kleines Bastelprojekt fertigbekommen, an dem ich schon ne ganze Weile schraube. Es geht um ein Extreme Feedback Device für das Projekt, in dem ich jobmäßig gerade beschäftigt bin. In dem wird nämlich Jenkins als Continuous-Integration-Plattform eingesetzt, d.h. in regelmäßigen Abständen wird ein Software-Build automatisch ausgeführt und das Ergebnis dann getestet, wobei sich ein Status von grün (alles bestens) über gelb (Build ok, aber mindestens ein Test ist fehlgeschlagen) bis rot (Build-Fehler) ergibt. Den kann man dann im Webinterface des Jenkins sehen, was sehr praktisch ist, weil man so mit nur kurzer Verzögerung nach Code-Checkins darüber informiert wird, ob die eigenen Code-Änderungen gut mit denen anderer Entwickler harmonieren oder im Zusammenspiel mit diesen irgendetwas unerwarteterweise kaputt gegangen ist. Aber eigentlich ist das ziemlich langweilig, das immer nachzugucken, und die Mails, die das CI-System automatisch bei Problemen versendet, sind auch irgendwie nett, aber unspektakulär. Deswegen kam vor vielen Jahren mal jemand auf die geniale Idee, irgendwelche realen Gerätschaften so mit einem Rechner zu koppeln, dass sie den aktuellen Build-Zustand quasi "greifbar" in der realen Welt visualisieren - und DAS sind Extreme Feedback Devices, oder kurz XFDs.

Bevor es losgeht mit diesem doch eher länglichen Artikel zeige ich am besten zur "Motivation" mal gleich das Endergebnis :-)

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Wenn dem Atomstrom das Licht ausgeht

Wer hätte das gedacht: 25 Jahre nach Tschernobyl blickt die Menschheit wieder mit Angst und Schrecken auf einen einzigen Punkt der Welt, auf eine Kiste aus Beton und Stahl, in deren Inneren Vorgänge ablaufen, über die jegliche Kontrolle verloren gegangen ist. Vorgänge, die in ihrer Macht das näheste Äquivalent zum göttlichen Akt der Schöpfung darstellen, das wir Menschen kennen - nur eben andersrum, statt Schöpfung steht gnadenlose Zerstörung auf dem Programm, wenn sich eine mehrere tausend Grad heiße nukleare Brühe Stück für Stück durch meterdicke Betonfundamente frißt, dabei aus sich selbst heraus immer heißer und heißer werdend, während sie zig Quadratkilometer Land um sich herum auf Jahrzehnte hinaus kontaminiert.

Ich geb zu, ein gewisser Teil von mir ist fasziniert von dem, was da in den drei außer Kontrolle geratenen Reaktoren in Japan gerade abläuft. Ja, ich weiß, das ist politisch sowas von inkorrekt, wie kann ich das nur wagen, immerhin sind geschätzte Zehntausende Menschen bei dem vorangegangenen Erdbeben samt Tsunami ums Leben gekommen, Betroffenheit zu zeigen ist doch das Mindeste. Aber ganz ehrlich...nach dem ersten Schock (und in diesem Fall einem kleinen zweiten, der kam, als mir klar wurde, dass Shanghai - die sehr coole und sehenswerte chinesische Metropole, in der eine meiner Schwestern erst letztes Jahr einige Monate Praktikumszeit und ich mit meiner Familie einen Urlaub verbracht haben - keine tausend Kilometer von Japan entfernt liegt) hält sich so richtige Betroffenheit bei mir nie lange, wenn es nicht um Dinge geht, die in meinem direkten Umfeld passieren und mir daher persönlich besonders nahe gehen. Und darin, weiterhin Betroffenheit zu heucheln, bin ich nicht besonders gut, zumal ich gerade so ein Verhalten für eine Verhöhnung der Opfer halte.

Also beobachte ich jetzt eben interessiert, wie sich die Lage dort unten entwickelt, und fast noch interessierter, was hier bei uns im Land seither geschieht. Denn man könnte meinen, dass einige Leute hier schlagartig eine ähnliche Ehrfurcht vor den Mächten der Atomphysik gepackt hat wie mich, nur dass dieselben Personen noch vor wenigen Monaten gemeint haben, diese Mächte derart sicher gezähmt zu haben, dass man sie ruhig noch ein Jahrzehnt länger zur Energiegewinnung nutzen könne - und dann vielleicht noch eines, und noch eines, und warum nicht noch eines? "Salamitaktik" nennt man diese im politischen Betrieb äußerst gängige Verhandlungsmethodik, deren Auftakt wir letztes Jahr mit dem Beschluss der Laufzeitverlängerung für die von den Energiekonzernen geliebten, weil längst abgeschriebenen Uralt-Meiler miterleben durften - nur dass die Salami in diesem Zusammenhang in jedem weiteren Zentimeter, den man abschneidet, eine tödliche Überraschung bergen könnte.

Und ich meine "tödlich" im Sinne von "uns ausrottend", nicht im Sinne von "einmal im Jahr fällt jemand mal beim Montieren von Solarpanels vom Dach" (kein Scherz, solche "Argumente" gegen regenerative Energien musste ich schon ernsthaft lesen). Wenn im an allen Ecken und Enden dicht besiedelten Deutschland ein glühender, radioaktiver Schleimball einen bedeutenden Teil des Landes unbewohnbar machen sollte, sterben nicht nur Zehntausende, sondern die Überlebenden können sich auch darauf gefasst machen, in der wirtschaftlichen Entwicklung ein paar Jahre bis Jahrzehnte in die Vergangenheit katapultiert zu werden. Angesichts solcher Aussichten ist es auch kein Wunder, dass sich beispielsweise meines Wissens kein einziger Versicherer der Welt darauf einlässt, vollumfänglich allein für die wirtschaftlichen Schäden eines möglichen Super-GAUs in Deutschland geradezustehen. Und nein, da hilft auch kein "aber die Wahrscheinlichkeit ist doch soooo gering"-Gelaber - Risiko ist nach gängiger Lehrmeinung Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert mit zu erwartendem Schaden, und wenn letztere Variable dem Unendlichen zustrebt, kann die erstere noch so klein sein, das resultierende Risiko ist einfach nicht tragbar.

Im Klartext: wer jetzt noch Atomkraft für eine saubere, billige und sichere Energiequelle hält, sollte dringend mal die Blase, in der er offensichtlich lebt, zum Platzen bringen und einen Abgleich mit der Realität durchführen. Wo man bei Tschernobyl noch hämisch auf die Steinzeit-Technik der Russen herabblicken konnte, muss man im Fall von Japan unumwunden eingestehen, dass all die tolle Hightech am Ende auch nicht der Weisheit letzter Schluss war. "Aber Erdbeben der Stärke 9.0 und Tsunamis gibt es in Deutschland nicht" hab ich in letzter Zeit häufig als Erwiderung gelesen und gehört - ja, stimmt, sowas ist hier wirklich äußerst unwahrscheinlich, nur gibt es solch starke Erdbeben selbst in Japan fast nie, statistisch alle irgendwastausend Jahre einmal, was auch der Grund dafür war, dass die Kraftwerke nur bis zu einer deutlich niedrigeren Bebenstärke und Tsunami-Höhe abgesichert sein mussten. Nicht vorhandene Parallelen zwischen dem japanischen Ausnahmefall und dem deutschen Alltagsfall als Beleg für eine Unvergleichbarkeit beider Situationen heranzuziehen ist echt eine lausige Argumentationsweise, insbesondere wenn es um einen Super-GAU geht, der per Definition schon eine Situation beschreibt, die außerhalb dessen liegt, was man sich üblicherweise an Störfällen so vorstellen kann und welche ein Atomkraftwerk daher aushalten muss. Diese Dinger haben es nun mal an sich, dass man sich vorher nicht ausmalen kann, wie es dazu wohl jemals kommen könnte, und nachher dasteht und sich fragt, wieso man das nicht vorhergesehen hat.

Dazu kommt die Mär vom "billigen" Atomstrom, bei deren rechnerischem Beleg konsequent die unkalkulierbaren (wie praktisch :-) ) aber mit Sicherheit gewaltigen (...schade aber auch :-( ) Folgekosten der Stromerzeugung mittels Kernspaltung unter den Teppich gekehrt werden. Die ungeklärte Endlagersituation fällt einem da ja im Allgemeinen als Erstes ein, etwas weniger bekannt ist ein anderer Aspekt, über den z.B. Technology Review in einem auf heise online verlinkten Artikel einmal berichtet hat: der sogenannte Rückbau, also der umweltverträgliche Abriss der alten Kernkraftwerke. Weil die Dinger wie verrückt strahlen, muss ein gewaltiger Aufwand getrieben werden, dessen preisliche und zeitliche Dimensionen die des Aufbaus derselben Anlage um ein Vielfaches übersteigen - von 18 Jahren und 3 Milliarden Euro ist in besagtem verlinkten Artikels die Rede, und das für ein eher kleines Kraftwerk aus DDR-Zeiten. Ich wiederhole: 3 Milliarden! 18 Jahre! EIN EINZIGES Kraftwerk! Und wir haben noch 17 weitere davon in der Gegend rumstehen! Kein Wunder, dass sich deren Besitzer mit Händen und Füßen dagegen wehren, die Dinger endgültig abzuschalten - nicht nur bringen sie dann kein Geld mehr in die Kasse, nein, zusätzlich müsste man dann auch noch von seinem bequemen Sessel aufstehen und den Dreck unter Einsatz irrwitziger Geldsummen beseitigen, der sich jahrzehntelang angesammelt hat. Das hat irgendwie was von "Ja Mama, morgen bring ich den Müll ganz bestimmt raus" - mit dem kleinen Unterschied, dass die Atomindustrie bis heute nicht weiß, wo eigentlich die Mülltonne steht.

Nun gut, in gewisser Weise mache ich es mir auch leicht - sich über etwas zu beschweren ist eines, eine Alternative anzubieten eine ganz andere Sache. Fakt ist mal, dass ich auch nicht die perfekte Alternative zur Hand habe. Klar gehören regenerative Energien weiter ausgebaut, ich bin auch ein großer Fan der Idee, brachliegende Gegenden wie Wüsten mit Solarkollektoren zuzukleistern, so lange man das örtlich und in Kombination mit anderen Energiequellen diversifiziert genug betreibt, um keinen "Single Point of Failure" zu schaffen. Die "eine, fette Energiequelle" wird es in absehbarer Zukunft - zumindest bis zur Erfindung der wirtschaftlich nutzbaren Kernfusion - wohl nicht mehr geben, der Trend geht erst einmal in Richtung Dezentralisierung mit vielen kleineren Energiequellen an unterschiedlichsten Orten, wobei das auch nicht unbedingt alles regenerative Quellen sein müssen. Eine gute, in meinen Augen aber viel zu wenig beachtete Alternative zu den großen Kohlekraftwerken stellen z.B. Gasturbinen dar, die neben erheblich weniger CO2-Ausstoß große Vorteile bezüglich schneller Anfahrzeiten und guter Effizienz auch bei kleineren Baugrößen haben, was sie geradezu prädestiniert, um in einem stark dezentralisierten Energieversorgungsnetz als Ausgleich für die schwankenden Erträge vieler regenerativer Energiequellen zu dienen. Erdgas ist außerdem auch noch im Vergleich zu beispielsweise Öl relativ reichhaltig vorhanden, nicht zuletzt durch neue Fördertechniken wie Hydraulic Fracturing (ich weiß, das hat seine ganz eigenen Probleme, allerdings sind die potenziell in den Griff zu bekommen - wichtig ist erst mal, dass der Rohstoff überhaupt "da" ist). Und der verbleibenden CO2-Problematik ist letzlich auch mit technischen Mitteln allemal besser zu begegnen als einer Verstrahlung von Mensch, Tier und Land, gegen die man ganz genau gar nichts ausrichten kann.

Aber sehen wir mal, was die nächsten Wochen so bringen, sowohl in Sachen Japan als auch in der heimischen Politik. Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg sind gerade jedenfalls nochmal deutlich spannender geworden, nachdem schwarz-gelb jetzt nach der Stuttgart-21-Geschichte und dem Guttenberg-Fiasko mit den Atom-Mappus das Triumvirat der unpopulären Positionen komplettiert hat. Wie sehr denen gerade der Arsch auf Grundeis geht sieht man an den ungewöhnlichen weil erstaunlich schnellen Zugeständnissen, mit denen selbst die Opposition nach der Erfahrung in der Guttenberg-Salamitaktik-Posse jetzt etwas überrumpelt zu sein scheint (wobei...wenn man mal genau auseinandernimmt, wie da "zugestanden" wird, scheint das wohl auch eher hektischer Aktionismus denn reale Einsicht zu sein - also alles wie immer). Aber so ist das eben, wenn man aufs falsche Pferd gesetzt und gehofft hat, es passiert bis zur Ziellinie nix.

Dass Japan das schlimme Schicksal ereilt, als "Tschernobyl der Moderne" in die Geschichte einzugehen, konnte in der Tat niemand wissen.

Update: Ah, gut zu wissen dass ich nicht der Einzige mit dieser Meinung bin.

HERRGOTTSAKRAMENTNOCHAMAL!!!!

Liebes Bundeskanzleramt,

DAS VERDAMMTE INTERNET IST SCHON LANGE KEIN RECHTSFREIER RAUM MEHR!

Meine ersten Erfahrungen mit Anwälten durfte ich aufgrund einer Abmahnung machen, die ich als Web-Dienste-Betreiber erhielt. Das Gewerbe- und Steuerrecht hat mich - wie die meisten Bundesbürger - nie besonders interessiert, bis ich selber ein Gewerbe anmelden musste, um Einnahmen aus dem Betrieb von Web-Diensten korrekt zu versteuern. Kontakt mit der Polizei hatte ich auch nur äußerst selten und mit dem Verfassungsschutz noch nie - bis...ihr ahnt es vermutlich.

ALSO HALTET ENDLICH EURE BESCHEUERTEN FRESSEN und faselt nicht gebetsmühlenartig immer und immer wieder von diesem angeblichen "rechtsfreien Raum". JEDER, aber wirklich JEDER, der irgendwie schöpferisch im Netz tätig wurde oder wird, kann bestätigen, dass es kaum einen weniger mit (häufig auch noch weitgehend sinnbefreiten) Regelungen überzogenen "Raum" wie den deutschen Cyberspace gibt!


Sorry, aber das musste mal raus jetzt.

WiX unter Linux

Wenn man Windows-Software hat, die man in ein schönes Setup-Paket verpacken möchte, dann hat man heutzutage unterschiedliche Möglichkeiten. Die Auswahl kann man vorrangig anhand seines Geldbeutels und dem Willen, sich in neue Dinge einzuarbeiten, treffen. Auf der einen Seite gibt es das (annähernd marktbeherrschende) InstallShield, mit welchem man mit wenig Klicks zu einem Setup-Paket kommt und trotzdem noch "advanced" Dinge umsetzen kann - beliebige Erweiterungen des Setup-Prozesses, Web-basierte Setups, solche Dinge. Den Komfort bezahlt man natürlich auch durch saftige Preise. Möchte man das umgehen, stehen noch Open-Source-Alternativen wie Inno Setup im Raum, die in einem gewissen Maß mehr Einarbeitung erfordern und manche Dinge nicht unterstützen, aber stabil und weit verbreitet sind - und kostenlos :)

WiX - ein von Microsoft-Mitarbeitern gepflegtes Open-Source-Toolset - ist eine solche schöne Alternative zu InstallShield. Gegenüber dem bereits erwähnten Inno Setup hat es den Vorteil, dass es auf Windows Installer aufsetzt, also .msi-Dateien erzeugt, die ohne weitere Executable unter allen aktuellen Windows-Versionen installiert werden können - quasi das "Windows-Paketmanagement". Einer der Nachteile aber ist meiner Erfahrung nach, dass es erheblich schwerer ist, WiX-basierte Setup-Pakete unter Linux-Systemen zu bauen.

Aber: es geht! Wichtig ist:

  • Da WiX auf .NET basiert, ist natürlich Mono zur Ausführung erforderlich - allerdings nicht, wie man erst meinen könnte, Mono für Linux, sondern Mono für Windows, ausgeführt in Wine. Wine kapselt also Mono für Windows, welches wiederum die auszuführende WiX-Tool-Executable kapselt. Dieser Bohei ist notwendig, weil einige der WiX-Tools native MSI-APIs nutzen, die Mono logischerweise nicht mitbringt, Wine aber schon.

  • Je nach verwendeter Wine-Version kann es vorkommen, dass der WiX-Linker "light" mit einer Fehlermeldung von einer ihm unbekannten Windows-Codepage 1252 abbricht. Der Grund hierfür ist Bug #25182, ein erst in Wine-Version >= 1.3.8 gefixter Fehler in einer der MSI-Funktionen. Speziell die in vielen Linux-Distributionen über das Paketmanagement verfügbaren Versionen sind ja meist etwas älter, weshalb ich z.B. die aktuellste Head-Version von Wine ziehen und kompilieren musste.

  • Wenn man diese Dinge beachtet hat, kann man die WiX-Tools anschließend mit einer Kommandozeile nach dem Muster

    wine mono candle.exe (...)

    starten, und der Tag ist gerettet :o)

    Kill Switch

    Lange habe ich gerätselt, ob die Leute, die sowohl in Amerika als auch Deutschland schon "Not-Aus-Knöpfe" für das Internet gefordert haben, einfach nur dumm wie Brot sind oder so verblendet, dass sie wirklich glauben, das sei für irgendwas nützlich.

    Seit gestern wissen wir, wofür Internet-Kill-Switches tatsächlich eingesetzt werden. So viel zum Thema, das sei eine gute Idee, einer Regierung zu erlauben, sowas zu installieren. Und jetzt kommt mir mal keiner damit, wir wärn ja eine Demokratie undsoweiter, da würde schon nix derartiges passieren - in 95% der lupenreinen Demokraten, die da im Bundestag sitzen, schlummert doch auch ein kleiner Diktator, der nur zu gern etwas mehr an die frische Luft käme. Demokratien zeichnen sich im Gegenteil dadurch aus, dass sie erst gar keine in Diktaturen erprobten Volks-Repressionsmittel brauchen!

    Der neue Sozialismus

    "Sozial", was für ein durch und durch positiv belegter Begriff..."sozial sein", das heißt, sich für seine Mitmenschen einzusetzen, dem Egoismus zu entsagen und überhaupt ganz selbstlos gute Dinge für andere zu tun. Selbst den Amerikanern, die ja "socialism" nach wie vor primär als Schimpfwort verstehen, ist noch nicht so recht aufgegangen, dass "social" den Wortstamm besagten Schimpfworts darstellt, und so findet man auch über dem großen Teich "social stuff" meist recht gut, insbesondere wenn er im Internet stattfindet, am Besten natürlich in "social networks". Das dachte sich wohl auch Blizzard, als man dort die Pläne für RealID, die Grundlage des auf Deutsch sogenannten "Freundschaftssystems" schmiedete. Warum nicht auf Basis der zweifelsohne existenten, großen Spielercommunity um Blizzard-Spiele eins dieser heißbegehrten Social Networks schneidern, die immer größere Teile des Internet und vor allem der Online-Zeit seiner Bewohner verschlingen?

    Schnapsidee. Punkt!

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    BREAKING NEWS: Geplantes Developer Agreement für iPhone OS 5 geleakt!

    3.3.1 — Applications may only use Documented APIs in the manner prescribed by Apple and must not use or call any private APIs. Applications must be originally written in Objective-C, C, C++, or JavaScript as executed by the iPhone OS WebKit engine, and only code written in C, C++, and Objective-C may compile and directly link against the Documented APIs (e.g., Applications that link to Documented APIs through an intermediary translation or compatibility layer or tool are prohibited). Applications must be originally written by developers which have to be dressed in a black turtleneck sweater and which are sitting at a desk with a minimum size of 30 by 58 by 22 inches when writing code (e.g. writing code that links to Documented APIs when being naked is prohibited, writing code that links to Documented APIs on the toilet is prohibited, writing code that links to Documented APIs when sitting naked on the toilet is strictly prohibited). The single approved source of liquid for developers while writing code that links to Documented APIs is grape juice from California's Navarro vineyards, because that is Steve Jobs' favorite (*** NOTE: REMOVE REFERENCE TO SOURCE OF RULE BEFORE PUBLISHING IN IPHONE DEV CENTER ***).

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    Das Geheimnis von Googles Erfolg - und Niedergang?

    Wenn es etwas gibt, wovon Google erwiesenermaßen wirklich gar keine Ahnung hat, dann sind das Social Networks. War bislang das trotz seines schon recht frühen Starts international am Rande der Irrelevanz herumkrebsende Orkut die einzige Peinlichkeit, die sich der Gigant aus Mountain View in diesem Bereich geleistet hat, legte das Unternehmen vergangene Woche mit "Buzz" nach - und lieferte einen weiteren Fehlschlag ab, der diesmal dafür so richtig in die Hose ging.

    Ein Spiegel-Online-Artikel fasst die Reaktionen aus der Netzgemeinde und Googles fast panisch anmutendes Gefrickel an ihrer neuen Schöpfung ganz gut zusammen, so dass ich mir das jetzt spare und mich lieber gleich der Frage widme: warum kriegt Google diesen Social-Kram partout nicht auf die Kette? Es zeichnet sich ja schon so ein gewisses Muster ab: für alles, was "nur" das Herumschieben gigantischer Datenmassen erfordert, hat Google ein gut am Markt platziertes Tool am Start (Suche? Google Search! Web-Traffic-Analyse? Google Analytics! E-Mail? Google Mail! Web-Videos? YouTube! Karten? Google Maps! undsoweiterundsoweiter), aber bei diesem neumodischen sozialen Kram muss sich Google ständig von anderen Unternehmen die Show stehlen lassen. Schon das bereits erwähnte Orkut kennt außerhalb Brasiliens kein Schwein, auch kenne ich niemanden, der ein "Google Profile" pflegen würde - dafür aber eine Unzahl von Leuten, die entweder bei Facebook, MySpace oder einem der deutschen Copycats StudiVZ, Wer-kennt-Wen, Lokalisten, ... oder gleich bei allen Genannten gleichzeitig irgendwelche Profile und Freundeslisten pflegen.

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    26C3.1

    Dieses Jahr hab ich mich - unter anderem, weil ich mich jetzt räumlich mit Düsseldorf doch n bisschen näher an Berlin befinde als vorher - nun endlich mal dazu aufgerafft, mal einen C3 nicht nur per Stream, sondern live mitzuverfolgen. Was ich jetzt nach den ersten 2 Tagen auf jeden Fall sagen kann ist: es wird nicht der Letzte sein ;-)

    Das Ganze kann man sich im Grunde wie ne LAN-Party für Erwachsene vorstellen, nur weitgehend ohne Kiddies und dafür mit umfangreichem Vortragsprogramm und mit mindestens so viel Spaß. Die Vorträge waren es auch in erster Linie, die mich interessiert haben; großartig viele Leute kannte ich dort ja nun nicht, und coden kann ich auch zuhause. Nichtsdestotrotz konnte ich abseits der Vorträge die eine oder andere interessante Unterhaltung verbuchen, spontan Leute finden die gerade an ähnlichen Themen wie ich arbeiten und - ganz wichtig, weil das hatte ich mir mehr oder weniger vorgenommen - mal als Kandidat am Hacker Jeopardy teilnehmen.

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    Googles Masterplan

    In den letzten Wochen gab es, was Google betrifft, zwei interessante Meldungen: zum Einen wurde das schon länger angekündigte Chrome OS in einer ersten Preview-Version der Öffentlichkeit präsentiert, und zum Anderen hat Google einen kostenlosen und öffentlichen DNS-Service enthüllt.

    Was beide Meldungen gemeinsam haben? Sie verraten, wenn man zwischen den Zeilen liest, eine Menge über Googles Strategie - und die hat es in sich, wenn man mal ein Weilchen darüber nachdenkt (und ja, ich verspreche, die zwar berechtigte, aber in letzter Zeit gebetsmühlenartig immer und immer wieder auf dieselbe Weise runtergeleierte Datenschutz- und Profiling-Debatte hier kein einziges Mal zu erwähnen).

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