...wo sind wir? Richtig: im Straßenverkehr! Jedes Kind kriegt das korrekt zugeordnet. Nur für unsere werten Internetausdrucker Politiker und das ganze daran angekoppelte Gesocks scheinen diese Dinge heutzutage in erster Linie "Fachbegriffe" bei der Diskussion um Internet-Angelegenheiten zu sein, wie der Ruf nach einer "Notrufsäule" im Netz des BDK gemeinsam mit Ursula von der Leyen (weiß der Geier was auch immer diese Schnattertante plötzlich dazu "qualifiziert", für allgemeine Sicherheitsbelange im Netz zuständig zu sein...) wieder einmal vor Augen führt.
Ein Posting im zugehörigen Kommentarforum bringt das Thema wunderschön auf den Punkt:
hawkeye im Heise-ForumDie rechlichen Bemühungen unserer Staatsgewalten, endlich irgendwie dieses Internet zu verstehen kommen mir immer so putzig naiv vor, daß ich mich eigentlich zurücklehnen und dabei entspannt zuschauen möchte. Ich könnte mich köstlich amüsieren.
Wie sie Ihren Erfahrungshorizont aus der stofflichen Welt auf dieses Medium projizieren, um es begreifbar zu machen ist einfach herrlich. Irgendwann hat mal jemand das Bild von der Datenautobahn geprägt und dieses hat sich so eingebrannt, daß sie STOP-Schilder anbringen, Streife fahren und Notrufsäulen installieren wollen. - Und zwar mit einer Ernsthaftigkeit, wie man sie sonst nur bei vertieft spielenden Kindern bemerken kann.
Ok, sollen sie spielen. Aber bitte mit einem Spielzeuginternet, wo sie nichts kaputt machen können. Also mit dem Bobbycar auf der Hoffauffahrt statt mit Papis BMW auf der Autobahn - um mal bei dem Bild zu bleiben. ;)
Wie sie Ihren Erfahrungshorizont aus der stofflichen Welt auf dieses Medium projizieren, um es begreifbar zu machen ist einfach herrlich. Irgendwann hat mal jemand das Bild von der Datenautobahn geprägt und dieses hat sich so eingebrannt, daß sie STOP-Schilder anbringen, Streife fahren und Notrufsäulen installieren wollen. - Und zwar mit einer Ernsthaftigkeit, wie man sie sonst nur bei vertieft spielenden Kindern bemerken kann.
Ok, sollen sie spielen. Aber bitte mit einem Spielzeuginternet, wo sie nichts kaputt machen können. Also mit dem Bobbycar auf der Hoffauffahrt statt mit Papis BMW auf der Autobahn - um mal bei dem Bild zu bleiben. ;)
Wenn der Automechaniker, der mein Auto reparieren soll, weder Zahnriemen noch Zündkerze noch Bremsscheibe bei ihren gängigen Namen kennen würde, geschweigedenn über ihre konkrete Funktionsweise im Bilde wäre, sondern die Bauteile in mehr oder weniger treffenden Metaphern umschreiben und ihre Funktionen auf gut Glück raten würde, dann wüsste ich verdammt genau, wo dieser Mechaniker hingehört: irgendwo, wo er mindestens einen Sicherheitsabstand von 50m zu jeglicher Motorhaube einhält.
In der Politik darf derselbe Mechaniker bestimmen, wie eine sichere Bremsscheibe gefälligst zu bauen ist, und sich für seine Inkompetenz auch noch als Held feiern lassen. Tolle Welt.
P.S. Noch ein später Nachtrag mit einem passenden Fundstück zum Thema: Das STOP-Schild ist eigentlich Blödsinn. Die Analogie ist offensichtlich der Straßenverkehr, und dort bedeutet STOP: "Halt kurz an, schau ob jemand kommt, und fahr dann weiter". Übertragen auf Internet-Sperren: "Halt kurz an, stell deinen DNS-Server um, und surf dann weiter". Also entweder sind unsere Politiker so perfide, dass sie genau um die Schwächen ihrer Vorschläge wissen und diese auf geniale Weise in ihre Analogien miteinbeziehen, oder sie sind selbst für den Straßenverkehr zu blöde. Ich tippe auf Letzteres.
